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Buchsbaum schneiden – Wann ist der perfekte Zeitpunkt?

Buchsbaum schneiden - Wann ist der perfekte Zeitpunkt?

Buchsbaum schneiden – Wann ist der beste Zeitpunkt für die Formgestaltung?

Der immergrüne Buchsbaum, ein Gewächs mit der wohl längsten Tradition der Gartenbaukunst. Am häufigsten findet man ihn in Schlossgärten & Gutshäusern wieder. Besonders geometrische Formen sind hier besonders gefragt, z.B. eine Kugel, Pyramiden oder Kegel. Sie sorgen für die ruhige Atmosphäre die so ein Garten ausstrahlt, denn unser Auge empfindet Symmetrie als entspannend.

Der Buchsbaum ist relativ pflegeleicht, kann seinen kompakten Wuchs aber erst beim richtigen Schnitt entfalten. Am aller wichtigsten ist der erste Formschnitt, denn dieser bestimmt das spätere Aussehen des Buchsbaums. Doch aus dem Buchsbaum auch eine Buchsbaum-Kugel zu machen ist gar nicht mal so einfach. Dafür gibt es aber einige Tricks, um auch selbst eine runde, gleichmäßige Kugelform dem Buchsbaum entlocken zu können.

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Welche Buchsbaum Sorten eignen sich für die Kugelform?

Nicht jeder Buchs ist auch gleich geeignet für eine derartige Schnittform. Wenn man Größe, Wuchsstärke, Blattform und -farbe beachtet, erkennt man schnell, dass es ganz klar Unterschiede zwischen jeglichen Sorten gibt. Bei einem Kauf, sollte man unbedingt auf den natürlichen Wuchs des Buchsbaumes achten, ob dieser überhaupt zur gewünschten Form passt. Wer sich eine Kugel zurechtschneiden möchte, der sollte auch möglichst nach einer buschigen Wuchsform Ausschau halten.

Es sollte also zuerst überlegt werden, wie die Kugel später im Garten wirken soll, beispielsweise welche Größe sie haben soll. Dementsprechend entscheidet sich welche Sorte gekauft werden sollte. Wer sich entscheidet, dass es nur kleine Figuren sein sollen, für den empfiehlt es sich schwachwachsende Sorten zu nehmen. Die Schwachwachsende sind oft Buchsbäume die auch zur Einfassung von Beeten oder Wegen ihre Verwendung finden.

Um auch nichts Falsches zu kaufen, können Sie sich nach „Suffruticosa“, dem relativen frostharten „blauen Heinz“ oder „Green Gem“ umhören. Das sind alles Beispiele für schwachwachsende Buchsbäum. Sie erlangen gerade mal einen Zuwachs von knapp 5cm im Jahr, das macht sie so geeignet für kleine Kugeln.

Die Kugeln können natürlich auch schön groß sein. Dafür gilt es sehr stark wachsende Sorten auszusuchen. Hierfür bietet sich am besten „Handsworthiensis“ und „Rotundifolia“ an. Diese Varianten können ganze 10, oder 15cm im Jahr wachsen. Durch das rasantere Wachstum lässt sich die Kugelform viel schneller verwirklichen.

Es gibt aber auch Sorten, die als Hecke verwendet werden. Genau von denen sollten Sie jedoch die Finger lassen, sie eignen sich überhaupt nicht für die Kugelform oder anderen geometrischen Figuren. Wichtig ist vielleicht noch zu wissen, dass es Sorten gibt die als „buntblättrige“ Buchsbäume gelten. Das sind besondere Züchtungen, und diese reagieren sehr frostempfindlich und können so im Winter kaum im Garten gehalten werden. Deshalb sollte man sie Überwintern lassen, die „Elegantissima“ wäre so ein Beispiel dafür.

Buchsbaum schneiden - Wann ist der perfekte Zeitpunkt?

Buchsbaum in Kugelform schneiden

Zeitpunkt für den Formschnitt des Buchsbaum

Für den Schnitt eines Buchsbaum gibt es eine wichtige Faustregel: Geschnitten wird nur an bewölkten Tagen! Das ist zwar keine Seltenheit beim Schneiden von Hecken o.ä. aber für den Buchsbaum ist das sehr wichtig denn, wenn an den Schnittstellen Sonnenschäden auftreten, bekommt man diese auch nur sehr schwer wieder weg. Sie sind praktisch immer sichtbar.

Ein Vorteil hat der Buchsbaum dafür: Er kann sehr häufig geschnitten werden. Ein vier-wöchiger-Rhythmus ist keine Seltenheit. Wer den Buchsbaum viel schneidet, bekommt auch diesmal viel, denn durch den häufigen Schnitt wächst der Buchsbaum wesentlich dichter und kompakter. Es ist sogar eine Voraussetzung für geometrische Formen.

Buchsbaum schneiden - Wann ist der perfekte Zeitpunkt?

Buchsbaum schneiden – Wann am besten loslegen?

Eine kleine Eselsbrücke besagt, dass man niemals in Monaten mit dem Buchstaben R schneiden sollte. Das beschränkt die Schnittsaison von Mai bis August. Dabei sind zwei Schnitte jährlich ein guter Richtwert. Die besten Schnitttermine liegen zuerst zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, das ist die Zeit für den „Formschnitt“. Wie der Formschnitt schön verrät bringt man den Buchs wieder in Form. Dafür stutzt man fast den ganzen Jahrestrieb, erkennbar an den hellen Blättern, weg.

Über den Sommer kann der Buchs dann wieder austreiben, das sollte im August dann wieder etwas eingedämmt werden, das ist die Zeit für den „Pflegeschnitt“. Nach diesem Schnitt hat der Buchsbaum nochmals genügend Zeit um sich auf den Winter vorzubereiten, wenn man jedoch zu spät schneidet, dann sind Frostschäden so gut wie vorprogrammiert. Außerhalb der Hauptwachstumszeit, von April bis September, ist ein Schnitt gar nicht notwendig, der Buchs wächst dann extrem wenig.

Das richtige Handwerkszeug

Durch den dichten Wuchs, den wir bei einem Buchsbaum erzielen wollen, bekommt er auch schnell sehr hartes Holz. Und durch dieses harte Holz müssen wir auch irgendwie durchkommen, da kommt man dann nicht um gutes Schnittwerkzeug herum. Sauber und scharf sollte es sein, so werden die Triebe leicht durchtrennt und werden nicht ausgefranst.

Ein paar gute Scheren wären:

  • Die Allzweckgartenschere: Durch die lange Schneide macht sie sich auch bei etwas längeren Arbeiten gut. Besonders wenn der Buchs großflächig gesetzt wurde, kann mit wenigen Handschlägen, der Buchs gestutzt werden. Man braucht aber etwas Kraft wenn vielleicht dickere Äste mal dazwischen sind, die können manchmal ganz schön was abverlangen.
  • Buchsbaumscheren: Eignen sich gut, aber auch nur bei kleinen Formen/Büschen, da sie nur eine sehr kleine Schneide hat.
  • Eine Schafschere: Bietet einen Hauch von Tradition. Die ursprünglich aus Großbritannien kommende Klinge, ist besonders für den letzten Feinschliff gemacht. Da man sie auch per Hand bedienen muss, sie aber noch weniger Hebelwirkung bietet, ist es mit ihr nur möglich frische Triebe zu stutzen. Sie bietet sehr feine Konturen, geht mit der Zeit aber sehr schmerzhaft aus das Handgelenk. Auch diese Schere ist eher für die kleinen Büsche geeignet.
  • Die Akkuschere: Sie bietet einen unglaublichen Vorteil, hinsichtlich der Zeit- und Kraftersparnis. Bringt aber auch ihre Nachteile, durch das Vibrieren der Schere kann es schnell zu unsauberen Ergebnissen kommen, und das kann der Pflanze auch schaden. Oft werden einzelne Blätter angerissen, die sich dann gelb oder braun verfärben und abfallen. Auch eignet sich eine Akkuschere erst, wenn sehr viel geschnitten werden muss, sonst wird man den hohen Anschaffungskosten wenig gerecht.

Schnitttecknik für die runde Buchskugel

Als aller erstes werden die Jahrestriebe gestutzt, das sind die Triebe die die ganz hellen Blätter tragen. Wenn die Kugel dann im Umfang etwas zulegen soll, dann können immer einige Millimeter dieser Jahrestriebe stehen bleiben. Für einen Formschnitt sollten dann aber bis zu den dunkelgrünen Blättern geschnitten werden. Dabei sollte Sie darauf achten nicht zu tief ins Gehölz zu schneiden.

Es können dann braune Stellen auftreten, und das wirkt sehr unschön, besonders, da der Buchs aus diesen Stellen keine neuen Triebe mehr bildet. Durch einen zu tief gesetzten Schnitt blieben also Löcher im Buchs. Einen Radikalschnitt könnte der Buchs gar nicht überleben, er würde eingehen. Deswegen, beim Schnitt des Buchsbaumes ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt.

Beim Schneiden immer von unten nach oben schneiden, so werden möglichst alle Zweige zu Boden fallen und sie können nicht weiter hindern. Das Laub bleibt aber manchmal noch liegen, deshalb, einfach mal ab und zu mit der Hand durch den Buchs fahren damit das störende Laub entfernt wird.

Mit ein wenig Übung können die Buchsbäume auch mit freier Hand geschnitten werden, wer sich aber noch zu unsicher fühlt, für den gibt es auch Schablonen im Fachhandel und macht sich selbst eine. Für den richtigen Schnitt gibt es dann auch ein richtig schönes Ergebnis.

Aus freier Hand:

Um einen guten Schnitt zu erzielen, ist eine ruhige Hand vonnöten. Oft muss man bei dem Buchsbaum eine Schicht abtragen und dann noch etwas weiter, also Schicht für Schicht durcharbeiten. Hier eine Warnung an alle Anfänger, sie sollten auf keinen Fall zu großzügig anfangen, denn wenn erst mal ein Loch im Buchs drin ist, dann braucht es leider sehr lange, bis dieses auch wieder zugewachsen ist.

Wenn man ein Schnitt wagen möchte, könnte man sich den Buchs als Globus vorstellen. Der Buchs wird einmal durch den Meridian geteilt, und dann durch 4 weitere Längengraden. Wenn diese Linien alle recht gleichmäßig geschnitten sind, dann müssen nur noch die Zwischenflächen angepasst werden.

Per Schablone:

Im richtigen Fachhandel gibt es die unterschiedlichsten Schablonen für Buchsbäume. Die einfach Kugel, Pyramide oder Kugel, bis hin zu den komplexen Tierformen. Unter diesen Schablonen gibt es aber auch zwei Varianten.

  • Die erste ist die Schablone wird, als Drahtgestell, um den Buchs herum aufgebaut. Der Buchs kann ungestört wachsen doch sobald die Schablone nicht mehr zu sehen ist kann zurückgeschnitten werden. Durch das Drahtgestell kann nicht zu tief eingeschnitten werden, da man vorher auf das Metall „schneidet“. Diese Schablone erleichtert die komplexen Formen enorm und kann jeden Garten mit Leichtigkeit zu einem kleinen Schauplatz machen.
  • Die andere Variante ist viel mobiler und auch mehrfach verwendbar, sie kann aber nur kleinere Formen, wie die Kugel, darstellen lassen. Es ist meist nur die Hälfte der Form, für uns also eine Halbkugel, die an den Buchs gehalten wird. Dann kann in Ruhe entlang der Schablone geschnitten werden. Dann kann man zum nächsten Gebüsch gehen und es auch so zuschneiden.

Selbstgemachte Schablone:

Man kann sich auch selbst eine Schablone herstellen. Wir bleiben hier bei unserem Beispiel für eine Kugel, und wollen deshalb eine Halbkugel aus Pappe machen.

Zuerst müssen wir den Durchmesser des Buchsbaums herausfinden, dafür können wir entweder einen Zollstock, ein Maßband oder eine einfach Schnur nutzen. Um die Halbkreisschablone nun zu Zeichnen, binden wir einen Stift an eine Schnur, nehmen aber nur die Hälfte des eben gemessen Durchmessers. Das Ende der Schnur wird dann am Rand der Pappe festgehalten, der Stift wird dann einmal um den „Fixpunkt“ gezogen, und wir haben den Halbkreis. Nur noch ausschneiden und wir haben ein ähnliches Werkzeug, wie mit der Metallvariante.

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