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Der Schwarze Holunder

Der Schwarze Holunder

Dekorative Pflanzen im Garten: Schwarzer Holunder Sträucher

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist auch als Holderbusch oder Holler bekannt und wird in Norddeutschland auch manchmal als Flieder bezeichnet.

Er ist eine der häufigsten Straucharten Mittleeuropas und gerade jetzt wenn die Beeren reif sind, und die Erkältungszeit beginnt, sehr beliebt. Die Holunderbeeren sind wahre Vitaminbomben, die viel Vitamin C und B enthalten, und helfen gegen Erkältungen, Nieren- und Blasenleiden und zur Stärkung von Herz, Kreislauf und den Abwehrkräften.

Gerade bei Magenbeschwerden ist auch ein Tee aus Holunderblüten sehr erfolgreich, er wird aber auch für Schwitzkuren bei Fieber und Erkältungen eingesetzt.

Der Schwarze Holunder kann bis zu 11 Meter hoch werden und hat starke Verzweigungen. Die Rinde ist graubraun, mit vielen Lentizellen, und die gegenständigen, bis 12 Zentimeter langen, Laubblätter sind unpaarig gefiedert.  Der Holunderstrauch wird etwa 20 Jahre alt.

Neben Europa gibt es den Holunder auch noch in Westsibirien, dem Kaukasus, Kleinasien und Nordafrika. Er ist robust und anspruchslos und frosthart und gedeiht gut im Halbschatten.

Die Blätter, die Rinde, unreife Beeren und die Samen reifer Beeren enthalten das cyanogene Glycosid Sambunigrin, das leicht giftig ist. Es gibt allerdings verschiedene Angaben darüber, wie giftig es ist. Durch das Erhitzen zerfällt das Sambunigrin und die Beeren sind nicht mehr giftig.

Die Blütezeit des Schwarzen Holunders liegt im Mai bis Juni. Die aus vielen weißen oder leicht gelblichen Einzelblüten bestehenden Schirmrispen sind bis zu 30 Zentimeter groß. Die anfangs roten, später schwarzen Früchte, die reich an Vitamin C und Kalium sind, reifen im August und September. Bei Vögeln wie Amseln, Drosseln und Staren sind sie sehr beliebt, nach dem Abkochen oder Vergären sind sie dann auch für uns Menschen essbar.

Die Schirmrispen werden gerne in einen dünnflüssigen Teig getaucht und frittiert. Diese Hollerküchle oder Holunderpfannkuchen sind eine beliebt Zubereitungsart für die Blüten. Aus den Beeren wird Saft, Gelee, oder die in Norddeutschland bekannte Fliederbeersuppe  gekocht.

Der in den Beeren des Schwarzen Holunders enthaltene violette Farbstoff Sambucyanin ist ein Flavonoid, dass zu den zu den sekundären Pflanzenstoffen gehört. Dieser Stoff soll als Radikalfänger auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs senken, wird aber auch als Färbemittel für Süßigkeiten, andere Lebensmittel und Textilien verwendet.

Schon für die Kelten spielte der Holunder eine wichtige Rolle, denn er war der „Baum der Königin“ und laut der nordischen Sagenwelt zieht die Liebesgöttin Freya in einen Holunderstrauch ein. Und auch die Gottesmutter Maria soll auf der Flucht nach Ägypten unter einem Holunderstrauch gerastet haben. Und auch das Kreuz Jesu war aus Holunder. Oft wird der Strauch aber auch zum Schutz gegen böse Geister gepflanzt.

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