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Gerbera Pflege für eine lange Blütezeit

Gerbera Pflege für eine lange Blütezeit

Gerbera Pflege für eine volle Blütenpracht

Gerbera – Pflege und Überwintern der Blühpflanze

Wenn man die Gerbera so betrachtet, dann kommt man nur zu einem Entschluss: Sie ist eine Blume wie aus dem Gemälde entsprungen. In der Tat die Gerbera erscheint etwas unwirklich, da sie in ungewöhnlich schönen gesättigten Farben auftritt. Die Blütenblätter wachsen in einer Symmetrie, wie es kaum keine andere Pflanze schaffen könnte.

Was jedoch nicht alle Blumenfreunde wissen, sie macht sich nicht nur als Schnittblume gut. Sie schmückt auch durchaus ihre Zimmer im Haus oder in der Wohnung, als prächtige Topfpflanze. Um die Schönheit der Gerbera auch zu erhalten, erklären wir ihnen hier in unserem kurzen Pflege-Ratgeber, was es alles zu beachten gilt.

Eine kurze Beschreibung der Gerbera

Normalerweise ist die Gerbera in den Tropen zu Hause. Im tropischen Teil von Asien, Amerikas, Afrikas und auch im Süden des australischen Festlands, auf der Insel Tasmanien. Die Gerbera ist also von sich aus schon sehr weit verbreitet, und so ist auch ihre natürliche Artenvielfalt von insgesamt 40 Stück. Sie wächst auch weiterhin in wilder Natur, wobei sie in Afrika, dem tropischen Asien und Madagaskar am meisten verbreitet ist. Dafür gibt es in Südafrika die größte, natürlich vorkommende Artenvielfalt, das Gebiet der Kapflora.

Heutzutage ist die Pflanze weltweit verbreitet, kulturell gesehen. Die aller wichtigste Art ist jedoch die „Gerbera jamesonii“, welche der Engländer William Jameson vor über 100 Jahren nach Europa brachte. Ursprünglich hatte diese sehr einfache Blüten, die heute mit gefüllten Blüten gezüchtet wird.

Dabei werden die Gerbera-Hybriden meist mit der Gerbera jamesonii gezüchtet, so auch die Gerbera viridifolia. In Natur wachsen die Gerbera als krautige Pflanzen, die eine sehr lustige Eigenschaft aufweisen: Sie bilden eine hauchdünne, feine Behaarung aus, die beim berühren sich richtig flauschig anfühlt. Jene Gerbera-Liebhaber mit Kindern werden vielleicht schon mal mitbekommen haben wie ihre Kinder die Gerbera mit Begeisterung streicheln, oft auch „totstreicheln“, denn die Gerbera ist eigentlich eine sehr empfindliche Pflanze, die es lieber zart bevorzugt.

Gerbera Pflege für eine lange Blütezeit

Der richtige Standort für die Gerbera

Als ein geborenes Tropenkind, möchte die Gerbera natürlich den hellsten Standort in ihrer Behausung haben. Dabei mag sie am liebsten die Morgen- und Abendsonne, während der Sommerzeit aber keine direkte Mittagssonne. Wenn sie der prallen Sonneneinstrahlung ausgesetzt wäre, dann würde sie ziemlich schnell verbrennen.

Auch zu hohe, aufgestaute Temperaturen sind nicht gut für den Korbblütler, demnach sollten sie ein wenig darauf achten das es in ihrer Umgebung immer luftig sein sollte.

Im Sommer möchte eine Gerbera ins Freie

Während der Sommersaison tut es einer tropischen Pflanze immer gut mal die Tapete zu wechseln. So auch der Gerbera, die sich bei einem Aufenthalt außerhalb der Wohnung besonders gut fühlt. Sie sollte also mal einen Umzug in den Garten, auf den Balkon oder die Terrasse machen. Aber auch Draußen gilt: keine direkte Mittagssonne, die verträgt sie immer noch nicht.
Die Gerbera kann ins Freie sobald die nächtlichen Temperaturen nicht mehr unter 15°C fallen. Das ist in fast allen Teilen Deutschlands erst nach den Eisheiligen Mitte Mai vorstellbar.

Die Pflege der Gerbera

Im Sommer ist die Gerbera sehr durstig, sie brauchen immer so viel, das die Erde des Blumentops nicht austrocknen kann. Das erweist sich doch als etwas schwierig, denn sie will Wasser darf aber nicht übertrieben gegossen werden, denn wie die meisten Pflanzen, verträgt sie Staunässe nicht.

Als Tipp: Nutzen sie eine Sprühflasche um die Pflanze zu bewässern, so können sie die Nässe des Bodens besser regulieren.
In der Zeit, zwischen Mai und September, können sie dem Gießwasser, einmal wöchentliche, etwas Flüssigdünger beifügen, aber nur in schwacher Konzentration. Das unterstützt eine andauernde Blüte.

Das richtige Substrat für die Gerbera

Ein lockeres Substrat ist für die Gerbera optimal. Das Substrat darf auch gerne etwas sandig sein. Um die Erde aufzulockern, nutzen sie z.B. Perlit, eine Art vulkanisches Glas, was aber von der Definition zu den Steinen zählt.  Perlit ist ein sehr lockeres Gestein, welches auch nachhaltig ist, da es bei jeder Vulkanaktivität neu gebildet wird, ist es sozusagen ein unendlicher Rohstoff.

Es muss auch nicht aufwendig entsorgt werden, es kann direkt in der Natur selbst wiederverwertet werden, so beispielweise in einem Gartenbeet. Erde die mit Perlit gemischt ist, bietet für Pflanzen, wie die Gerbera, geradezu den Himmel auf Erden, denn so können sich ihre Wurzeln besonders gut entwickeln.

Ein weiterer Vorteil: Perlit kann nicht schimmeln, und bei durstigen Zimmerpflanzen ist immer eine gewisse Schimmelgefahr gegeben. Es soll sogar möglich sein Gerbera direkt in reinem Perlit zu kultivieren, es bietet also eine besondere Form einer Hydrokultur.

Es gibt aber noch viele andere Stoffe die sie in die Erde mischen könnten, z.B. Kokoshumus. Von Torf sollten sie jedoch die Finger lassen. Als ein umweltbewusster Mensch sollten unsere Moore auch weiterhin einen Teil zum Klimaschutz beitragen können.

Gerbera Pflege für eine lange Blütezeit

Gerbera winterhart oder drinnen überwintern lassen?

Überwinterung der Gerbera

Eine Gerbera wächst an ihrem Heimatstandort mindeste zwei Jahre, aber auch mehrjährig. Bei uns wird sie jedoch oft nur als einjährige Pflanze verkauft, aber niemand zwingt einen, dieser Vorhersagung auch Glauben zu müssen.  Im Winter können die Gerbera nämlich Überwintern, die Zimmerpflanzen sowieso, aber solche auf dem Beet sollten spätestens im Herbst ins Haus geholt werden. Es gibt nämlich nicht nur einen Gerbera-Freund der berichtete wie seine Gerbera durch Überwinterung mehrere Jahre durchhielt.

In der Wintersaison, vom Herbst bis zum Frühjahr, sollte die Gerbera im Haus am besten an sehr hellen Orten stehen, die Temperaturen sollten dabei zwischen 8 und 12°C liegen. Zwischen diesen Temperaturen legt die Gerbera eine Ruhephase ein, diese hilft um in der nächsten Saison eine kräftige und schöne Blüte zu tragen. Wer diese Bedingungen auch einhält brauch sich in der Zeit nur wenig um die Gerbera kümmern, lediglich zweimal Gießen im Monat würde anfallen. Dünger wird überhaupt nicht benötigt.

Wenn solch ein Raum nicht zur Verfügung steht, dann suchen Sie denn kühlsten Raum aus, auch bei 15°C legt die Gerbera noch eine Winterpause ein. Die Winterpause soll dazu dienen das der Stoffwechsel der Pflanze runterfährt, das hilft den hier nicht heimischen Pflanzen das bisherige Wachstum besser ausreifen zu lassen und in der nächsten Saison noch besser starten zu können. Die Düngung wird weiterhin missachtet, nur bekommen diese Pflanzen, bei 15°C, einen Schluck mehr Wasser als bei 8°C.

Falls es gar nicht möglich ist, dann müssen Sie die Gerbera ganzjährig bei Zimmertemperatur halten, dann wird auch ganz normal so gewässert, nur die Düngung wird ein wenig zurückgestuft. Wer die Gerbera so hält, muss damit rechnen das ihr schneller die Kraft zum blühen fehlt, oder allgemein die Kraft zum wachsen.

Gerbera umtopfen

Gerbera brauchen erst umgetopft werden wenn sie auch etwas älter geworden sind, das Wurzelwachstum einer Gerbera ist nämlich sehr langsam. Sobald sie aber bemerken sollten das die Wurzeln „überquellen“ dann wäre es schon die Zeit dafür, die Pflanze in einen größeren Topf umzusetzen.

Gerbera Pflege für eine lange Blütezeit

Die Gerbera Blütezeit entlohnt für alle Mühen der Pflege

Gerbera im Garten

Ja, die Gerbera lässt sich durchaus im Garten ansiedeln, zumindest kann man sie während der Sommersaison in ein Beet einpflanzen. So können Sie sich dann von Mitte April bis Oktober von einer wunderschönen Blüte verwöhnen lassen.
Auch für eine Gerbera im Garten gilt: Sie möchte an einen hellen Standort, dabei aber nicht verbrennen, reichlich gegossen werden und auch gedüngt. Die „normalen“ Gerbera können sich im Herbst in Töpfe setzen lasse und, wie oben beschrieben, so überwintern.

Es gibt aber auch besondere Arten von der Gerbera, die als winterfest bezeichnet werden. Doch lassen Sie sich davon nicht täuschen! Winterfest gilt hier als frostverträglich bis zu Temperaturen von bis zu -5°C. Ein Beispiel wäre die Gebera Garvinea. Wenn an ihrem Wohnort die Wintertemperaturen mal etwas gnädig sind, können Sie gerne einen Versuch starten, aber schicken Sie die Gerbera mit der gesamten Pflanzenmasse in den Winter. Falls es dann doch nicht so rosig laufen sollte, können Sie immer noch eine Unterstützung mit Mulch, Stroh oder Reisig bieten. Das erhöht den Schutzfaktor für die Gerbera.

Typische Nutzung der Gerbera: In der Vase

Wenn Sie die Gerbera von draußen gerne in eine Vase stellen wollen, dann sollten sie drauf achten nur ganz wenig Wasser zu nutzen. Etwa 2cm  sollten gefüllt sein, sonst könnten die Stängel der Blume aufweichen und das erschwert nur unnötig die Selbstversorgung.

Um die Wasseraufnahme von vorherein etwas zu erleichtern, sollten Sie den Stängel schräg anschneiden.
Das wenige Wasser in der Vase wird natürlich schnell aufgebraucht, wodurch sie immer darauf achten sollten das Wasser regelmäßig nachzufüllen.

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