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Hibiskus – Pflege, Schneiden, Vermehren und Überwintern

Hibiskus - Pflege, Schneiden, Vermehren und Überwintern

Hibiskus im Garten oder als Zimmerpflanze dienen in der Blüte als exotischer Blickfang

Hibiskus [ Hibiscus syriacus ] kann sowohl in der Wohnung als im Freien, im Garten, gehalten werden. Je nachdem um welche Art es sich handelt, kann so ein Malvengewächs gerne mal zwei Meter hoch wachsen. Doch wer möchte nicht, dass ein schöner und großer Hibiskus etwas mehr Farbe in ihre Umgebung bringt? Besonders durch die geniale Farbausstattung, von Füllung bis zur simplen Eintönigkeit der Blüten, und das das ganze Jahr über, macht den Hibiskus zu einer sehr interessanten Pflanze für jedermann. Doch auch dieses Gewächs, auch Roseneibisch genannt, braucht seine Pflege, wir geben Ihnen einige Hinweise zur Pflege, Schneiden und der Überwinterung.

Schneiden des Hibiskus

Um den Hibiskus ordentlich zu schneiden, sollten sie wissen, dass man dabei unter drei Schnittarten unterscheidet. Das ist zum einen der Erziehungsschnitt, der Erhaltungsschnitt und letztlich der Verjüngungsschnitt.

Der Erziehungsschnitt

Bei diesem Schnitt werden alle kranken, und auch schwachen Triebe entfernt. Das gilt auch bei noch ganz jungen Pflanzen. So wird die Kraft in die ohnehin stärkeren Äste geleitet und so wird auch ein prächtiger Hibiskus draus. Kürzen Sie die Äste bis auf die letzten zwei Knospen, der Hauptstamm sollte jedoch verschont bleiben. So können Sie sich nach und nach eine Krone heranzüchten, wenn sie die Äste immer auf zwei übrige Knospen zurückschneiden. Der beste Zeitpunkt für diesen Schnitt liegt im Februar.

Der Erhaltungsschnitt

Sobald der Hibiskus eine erkennbare Krone bekommt, brauchen sie nur noch die schwachen und vertrockneten Äste rausschneiden. Bei etwas dünneren Zweigen können sie wieder auf wenige Knospen einkürzen, so wird die Form beibehalten. Um die Blüte zu erhöhen, nutzen Sie für diesen Schnitt am besten den späten Winter, kürzen Sie dabei alle Frucht-Triebe auf ein Drittel zurück. Falls die Pflanzen zu dicht wächst, lohnt sich ein auslichten immer mal wieder.

Der Verjüngungsschnitt

Wenn der Hibiskus zu groß geworden ist, dann entfernen sie erst alle kranken und schwachen Triebe komplett. Danach werden die gesamten Triebe um zwei Drittel gekürzt.

Hibiskus - Pflege, Schneiden, Vermehren und Überwintern

Hibiskus schneiden, Anleitung und bester Zeitpunkt

Vermehrung des Hibiskus

Die Vermehrung von Hibiskus ist keine große Schwierigkeit. Je nachdem welche Art Sie gepflanzt haben, können Sie diese über Samen oder über Stecklinge vermehren. Sehr oft kommt aber die Methode von Stecklingen zum Einsatz, da sich bei den meisten Art um tropischen Hibiskus handelt, welcher keine Samenstände ausbildet.

Vermehrung über Stecklinge

Bei einer eintriebigen Pflanzen müssen Sie erst mal einen Schnitt setzten, damit die Verzweigung etwas angekurbelt wird.  Sobald der Hibiskus einige Triebe ausgebildet hat, können Sie sich, gewappnet mit einem Eimer, etwas Erde und einer Schere, an die Arbeit machen. Nutzen Sie für dieses Vorhaben die warme Jahreszeit aus, wenn es kälter wird, könnte der Steckling eventl. keine Wurzeln bilden.

Schneiden sie einen gewünschten Trieb ab und stecken sie ihn den Topf mit der Erde. Als gute Erde empfiehlt sich hier eine spezielle Anzuchtserde. Bedecken Sie den Setzling dann mit einem Pflanzenkegel oder einer Gefriertüte. Vielleicht fixieren sie das Ganze noch mit einem Gummiband. Stellen sie den Topf mit dem Setzling nun in eine warme und vor allem helle Gegend.

Warten Sie nun einige Wochen ab, acht Wochen sollten für gewöhnlich ausreichen. Dann sollte der Setzling Wurzeln ausgebildet haben. Das kann aber auch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, es hängt nämlich von Temperatur, Licht und der Beschaffenheit des Stecklings selbst ab.

Die Vermehrung durch Samen

Schon seit Jahren spielen Züchter mit verschiedenen Farbnuancen herum. Dabei entstehen die kuriosesten Arten von Blau über Braun bis hin zu grünen Blüten. Für einfache Hobbygärtner erweist sich das jedoch ein wenig schwieriger. Klar könnte man sich einen erfahren Gärtner zur Hilfe holen, nur um alles richtig zu machen muss man sogar die Vorfahren des Hibiskus heraussuchen. Ob dann eine geglückte Kreuzung entstanden ist, zeigt sich leider auch erst nach zwei oder sogar drei Jahren.

Säen sie die Samen am besten im Frühjahr oder im Sommer aus, dann werden die kleinen Triebe stark genug sein den Winter zu überleben. Die Samen können Sie leicht anritzen und dann in die Erde fallen lassen. Bedecken sie den Samen nur leicht mir Erde, und drücken sie auf keinen Fall nach! Stellen sie den Topf danach in ein warmes Zimmer, oder noch besser, in ein Gewächshaus. Wenn das nicht unbedingt gewährleistet ist, können sie auch eine Kunststofftüte über den Topf spannen.

Nun heißt es nur noch abwarten, bis sich aus dem kleinen Samen eine etwa 6cm große Pflanze entwickelt hat. Nun können sie die Pflanzen vereinzelt großziehen. Achten sie aber das sie nicht zu feucht steht.

Überwintern des Hibiskus

Wenn Sie einen Freilandhibiskus halten, muss dieser auch irgendwie über den Winter kommen. Das kann er dann aber nicht wirklich im „Freiland“. Um den Hibiskus nun auch drinnen halten zu können, sollten sie ihn im Vorfeld ein wenig schneiden. Über den Winter hat er dann genügend Ruhe um neue Kraft zu sammeln. Als Resultat bekommt die Pflanze im Frühjahr viel kräftigere Triebe und wir dadurch buschiger wirken.

Um nun auch gute Bedingungen für den Hibiskus zur Überwinterung zu schaffen, sollten Sie ihn einfach in einen etwas kühlen, aber hellen Raum stellen. Wenn er nur im Dunkeln steht, würde der Hibiskus seine gesamten Blätter verlieren. Ideale Temperaturen währen um die 13°C. Hin und wieder sollte auch etwas gegossen werden,  damit der Hibiskus nicht vollkommen austrocknet. Er sollte aber auch nicht zu feucht stehen. Ansonsten benötigt dieses Gewächs in der Zeit kaum Beachtung.

Hibiskus - Pflege, Schneiden, Vermehren und Überwintern

Hibiskus Pflege bringt wunderschöne Blüten hervor

Schädlinge und mögliche Krankheiten

Auch Krankheiten treten beim Hibiskus auf, das erscheint meistens nur wenn eine mangelnde Pflege vorliegt. Aber auch Schädlinge können das schöne Bild des Hibiskus zerstören und der Gesundheit den Saft abdrehen.

Blattfleckenpilze

Wenn sich auf den Blätter braune und unregelmäßige Flecken bilden, dann ist das meist ein Anzeichen für diesen Pilzbefall. Sie können einfach die betroffenen Blätter entfernen, das sollte genügen.

Blattverdickung

Sollten sich missgebildete Blattnerven zeigen, so muss der Hibiskus unbedingt an einen wärmeren Ort gestellt werden.

Blattläuse

Wenn sich die kleinen Krabbler auf den Blättern und Knospen des Hibiskus breit machen, sollten sie unbedingt den Gebrauch eines speziellen Mittels machen.

Chlorose

Wenn die Blätter nicht mehr wirklich grün sind, sondern eher die Farbe Gelb annehmen, dann ist das ein eindeutiges Zeichen der „Unterernährung“. Die Pflanze sollte in nächster Zeit zusätzliche Nährstoffe bekommen.

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