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Hirtentäschel bekämpfen
Hirtentäschel bekämpfen

Hirtentäschel bekämpfen

Ein Unkraut, welches eigentlich erst seit neuester Zeit als solches eingestuft wird, ist das Hirtentäschel. Früher galt es noch als Heilpflanze und wurde auch als solche sehr oft gebraucht, heute ist es nur noch Eins von vielen Übeln der Natur. Der Name ist der dreieckigen Form der Blätterspitzen geschuldet. Diese sollen den Taschen von Hirten ähneln, also wurde der Name mit der Zeit zu Hirtentäschel.

Optisch ist es sonst nicht weiter auffällig, mit einer durchschnittlichen Größe von ungefähr 45 cm jedoch immer noch etwas höher als normales Gras. Es gilt als eines der hartnäckigsten Unkräuter, da es innerhalb nur eines Jahres gerne bis zu vier Generationen seinesgleichen hervorbringt.

Früher eine Heilpflanze

Tatsächlich war das Hirtentäschel früher sehr beliebt, da ihm eine blutstillende Wirkung zugesagt wurde. Heutzutage steht jedoch nicht eindeutig fest, ob diese Wirkung tatsächlich vorhanden ist. Angeblich soll es in Verbindung mit anderen Stoffen aber tatsächlich eine leicht lindernde Wirkung des Blutstroms hervorrufen.

Unser Lesetipp:

Nahrungsquelle und Verschönerung?

Grundsätzlich muss diese Pflanze nicht entfernt werden, auch wenn es zu den Unkräutern gehört. Ihr Nektar ist zum einen eine Nahrungsquelle für Insekten, zum anderen kann man das Hirtentäschel aber auch in der eigenen Küche verwenden, als Beilage zu einem Salat oder auch als solchen selbst. In naturnahen Gärten wird es sogar als passend und verschönernd empfunden.

Eine intensive aber nicht allzu anstrengende Bekämpfung

Das Hirtentäschel gehen sie am besten mit einfachen Händen an. Am wirkungsvollsten ist hier tatsächlich reines Herausrupfen beziehungsweise Ausreißen, wobei sie relativ gründlich arbeiten sollten. Die Pflanze an sich lässt sich leicht entfernen, doch um auch die Wurzeln zu entfernen, sollten sie wirklich alle auffindbaren Reste ausmerzen.

Ansonsten sehen sie das Hirtentäschel unter Umständen schneller wieder, als ihnen lieb ist. Die Wurzeln können teilweise eine Länge von bis zu einem Meter erreichen.

Bekämpfung durch Anbau bestimmter Kulturen

Ebenso möglich ist eine Bekämpfung durch den Anbau bestimmter Rohkulturen. Getreide eignet sich am besten dafür und der Prozess der Unkrautvernichtung verläuft meist problemlos. Bei Raps, also einer Pflanze gleicher Gattung zum Beispiel, kann es dazu kommen, dass Pflanzenkrankheiten übertragen werden. Auch benutzt werden Mais, Rüben oder Kartoffeln.

Ein unauffälliges und mittlerweile fast vergessenes Kraut

Abschließend muss man sagen, dass die Geschichte des Hirtentäschels eher traurig verlaufen ist. Früher gefeiert und benutzt, heute verachtet und kaum angewandt. So bleibt es doch ein kleines unauffälliges, aber doch anmutiges Pflänzchen, was sie mit relativ wenig Arbeit relativ leicht aus ihrem Garten entfernen können.

Vielleicht entschließen sie sich ja auch es einfach im Zaum zu halten und erfahren möglicherweise so noch die hilfreichen Fähigkeiten dieser Pflanze.

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