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Jakobskreuzkraut bekämpfen

Jakobskreuzkraut ist eine sich rasant ausbreitende Pflanze, die immer häufiger auf Weiden, Wiesen, Feldern und an Wegrändern anzutreffen ist. Das Problem daran ist, dass Jakobskreuzkraut hochgiftig für Pferde und auch Kühe ist und bei mehrmaliger Aufnahme sogar zum Tode führen kann.

Jakobskreuzkraut ist giftig

Jakobskreuzkraut bekämpfen

Jakobskreuzkraut schön aber gifig

Jakobskreuzkraut, auch Jakobs-Greiskraut genannt, enthält in allen Pflanzenteilen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide. Besonders hoch ist die Konzentration der leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide in den Blüten. Besonders gefährlich für Pferde und Kühe ist hierbei, dass auch beim Konservieren in Silage oder Heu diese Alkaloide erhalten bleiben und beim späteren Verfüttern giftig für die Tiere sind.

Selbst, wenn im Heu immer wieder nur kleine Mengen Jakobskreuzkraut enthalten sind, können diese über einen längern Zeitraum die Leber schädigen und zum Tode des Tieres führen. Auch Ziegen oder Schafe sind gefährdet, aber die tödliche Dosis liegt hier bedeutend höher.

Tödliche Dosen laut Wikipedia:

  • Pferde  40 bis 80 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht
  • Rinder 140 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht
  • Schafe und Ziegen 2000 bis 4000g Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht

Um dies einordnen zu können: bereits 15 Triebe der Pflanze haben ein Gewicht von ca. 1000g Frischgewicht und wiegen getrocknet immer noch ca. 150g.

Wie Jakobskreuzkraut bekämpfen

Jakobskreuzkraut ist eine in der Regel zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr nur aus langen grünen Blättern besteht. Im zweiten Jahre bilden sich die 30-100cm hohen Blütenstände. Da die Blüten der gefährlichste Teil der Pflanze sind, sollte man mit der Bekämpfung rechtzeitig, möglichst vor der Blüte (Juni bis Oktober), beginnen.

wirksame Mittel gegen Jakobskreuzkraut: 

  1. mechanische Bekämpfung
  2. chemische Bekämpfung

1. Mechanische Bekämpfung von Jakobskreuzkraut

Jakobskreuzkraut bekämpfen

Fiskars Unkrautstecher

Ein wirksames und umweltfreundliches Mittel um Jakobskreuzkraut zu bekämpfen ist das ausreissen von Hand oder mit einem Unkrautstecher. Mit dem Fiskars Unkrautstecher lässt sich das Jakobskreuzkraut sehr gut entfernen. Am besten funktioniert dies, wenn der Boden nach einem Regen etwas feucht und so lockerer ist. Zu diesem Zeitpunkt hat man sehr gute Chancen einen Grossteil der Wurzel mit zu entfernen.

Entsorgt werden sollte das ausgerissene Jakobs-Greiskraut  dann im Hausmüll, oder wenn möglich verbrannt werden. Auf keinen Fall dürfen Sie die Pflanzen verkompostieren, da dies das Problem nur auf später verschieben würde.

Ein einmaliges Abmähen wäre auch keine dauerhafte Lösung, da bereits nach kurzer Zeit die Pflanze wieder nach wächst. Mit zweimaligem Mähen wurden teilweise recht gute Erfolge erzielt.

 

2. Chemische Bekämpfung von Jakobskreuzkraut

Sollte auf Grund eines grossflächigen Befalls die mechanische Bekämpfung nicht mehr möglich sein, bleibt nur noch, das Jakobskreuzkraut chemisch zu bekämpfen.

Hierbei wird sowohl mit Banvel M wie auch mit Roundup (Glyphosathaltiges Herbizid) von guten Erfolgen berichtet. Banvel M sollten Sie dort einsetzen, wo das Jakobs-Greiskraut  in Rasenflächen auftaucht und Sie das Gras nicht schädigen wollen.

Roundup ist ein Breitbandherbizid und macht neben dem Jakobskreuzkraut  auch fast alle anderen Pflanzen kaputt, so dass auch Ihr Rasen in Mitleidenschaft gezogen würde.

Wenn die Pflanzen nach einigen Tagen abgestorben sind, entfernen Sie diese und entsorgen sie durch verbrennen oder im Hausmüll.

Jakobskreuzkraut bekämpfen
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3 Kommentare

  1. Hallo,

    hat das vernichten des Jakobkreuzkrautes mit dem Banale M funktioniert???
    Vielen Dank im Voraus für eure Ergebnisse

  2. Auf unserer Weide haben wir jetzt seit 3 Jahren dafür gesorgt das die Pflanze nicht blüht und sie ist immer noch da, also ist die Pflanze sicher nicht 2jährig!

  3. Ich bin mir echt nicht sicher, ob das Jakobskreuzkraut wirklich so gefährlich ist, wie manche tun. Ich habe auch schon gegenteiliges gehört.

    Was soll man machen. Meine Tiere sollen natürlich nicht krank werden. ich werde es mal mit dem hier empfohlenen Banvel M versuchen. Mal sehen, ob es hilft.

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