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Lilien – Pflege der beliebten Zierpflanzen

Lilien - Pflege der beliebten Zierpflanzen

Lilien-Pflege- Lilien Pflanzen, Schneiden & Überwintern

Die Lilie, sie zählt zu den schönsten aber auch ältesten Zierpflanzen weltweit. Schnell betört sie
jedermann mit ihren Duft und ihren schüchternen Farben. Aber nicht nur zur Zierde ist sie geschaffen.
Die Lilie wird unteranderem auch als Lebensmittel genutzt und finde auch in der Heilmedizin Verwendung.

Durch ihr hohes Alter gibt es eine gefühlt unendlich große Auswahl an unterschiedlichen Liliensorten,
und in dem letzten Jahrhundert sind auch noch unzählige Hybriden dazugekommen.
Daraus entwickelte sich eine florierende Lilien-Industrie, jedoch werden viele der Liliengewächse als
reine Schnittpflanzen für verschieden Blumensträuße genutzt. Aber auch im Garten findet sie ihren
dekorativen Platz.

Die Pflege von Lilien

Lilien sehen enorm gut aus, da ist es doch fast unmöglich, dass sie keine starke Pflege benötigen
würden. Doch dem ist so.  Wenn Lilien einen passenden Standort hat, und mit einem entsprechenden
Pflanzensubstrat auskommt, so kommt sie auch sehr gut alleine zu recht.

Bester Standort für die Lilie

Ein perfekter Standort ist eine Mischung aus Sonne und Schatten. Das mag jetzt komisch klingen, aber die
Blüten richten sich gerne dem Licht entgegen, wohingegen die Zwiebeln sehr anfällig gegenüber direkter
Sonneneinwirkung reagieren. Das macht die Lilie besonders, denn so kann man sie unglaublich gut mit
Bodendeckern oder anderen niedrig wachsenden Pflanzen kombinieren.

Wer ganz genau drauf achten möchte, sollte die Lilie auch nur an Standorte stellen, wo sie der
Mittagssonne entfliehen kann. Dabei ist es aber wichtig, dass es nicht zu windig ist. Für die Stängel
sind die Blüten sehr schwer, weshalb sich bei stärkerem Wind schnell umknicken und liegen bleiben.
Bei einigen Arten, besonders welche aus dem asiatischem Waldbereich, vertragen auch Halbschatten.

Pflanzensubstrat

Auch dem Substrat gegenüber ist die Lilie recht anspruchslos. Solange es nicht zu nass ist, ist alles
super. Die Lilie mag es doch lieber wenn es etwas trocken und nur leicht feucht ist. Da macht sich ein Sand-Humus-Gemisch gerade perfekt für, wenn er auch noch ein wenig locker und frischer
ist, fühlt sich die Lilie im Paradies. Nährstoffreich darf es aber doch sein.

Einpflanzen der Lilie

Das alleinige Einpflanzen von den Lilienzwiebeln erweist sich als keine schwere Aufgabe. Jedoch gibt es
paar kleine Besonderheiten die das Ganze erschweren wollen. Wühlmäuse sehen die Zwiebeln als eine Spezialität an und knabbern auch gerne daran herum, deshalb sollte es besser sein wenn die Lilie in einem Drahtkorb aufgezogen wird. Da ist es sicher und es kann kaum etwas passieren.

Der Zeitpunkt zum Pflanzen ist im Frühjahr oder Herbst doch ganz gut gelegen, da dann auch einige
Schnittarbeiten an Sträuchern etc. anfallen. Dabei setzt sich aber die Frühlingszeit etwas mehr durch,
da die Fachmärkte in diesem Zeitraum die meisten Angebote hergeben.

Dabei sind die zwei Lillienarten, Madonnen- und Türkenbund-Lilien, die einzigen Ausnahmen, sie wollen im Spätsommer gepflanzt werden. Die Zwiebeln sollte man ungefähr in doppelter Tiefe der Größe der Zwiebeln einbuddeln. Dabei sollten die Zwiebeln mindesten 20cm voneinander entfernt sein. Wer jedoch in Gruppen pflanzt, der sollte dann einen Abstand von bis zu 120cm lassen.

Lilien sind zwar bekannt dafür das sie sehr lange an einem Standort verweilen können, wenn die Blüten
aber immer weniger werden, dann sollten sie doch schon mal umgesetzt werden.

Lilien - Pflege der beliebten Zierpflanzen

Lilien Gießen und Düngen

Lilien Gießen und Düngen

Während die Lilie im Wachstumstadium ist, ist es sehr wichtig sie auch regelmäßig und gleichmäßig zu
gießen. Besonders wenn die Blütezeit ansteht. Dabei ist aber etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn der Boden darf nicht zu trocken sein, aber auch nicht nass.

Im Winter kann es ruhig etwas trockener sein. Es muss aber reichlich gedüngt werden. Sobald die Pflanze
Knospen angesetzt hat kommt der Blühdünger zum Einsatz. Ein guter Zeitpunkt zum Düngen ist meist nach
der Blüte, dann bekommt sie genügend Kraft für eine nächste tolle Blüte.

Als guten Dünger nutzen Sie Humus, Hornspäne oder Gesteinsmehl. Auch Brennnesseljauche stärkt die Lilie,
es macht als gar nichts sie damit zu besprühen oder zu gießen.

Die Lilie in Kübelhaltung

Wenn man keinen Garten hat, heißt das nicht automatisch dass man auf schöne Blumen verzichten muss.
Manche Pflanzen können auch in Pflanzenkübeln kultiviert werden. Dazu zählt auch die Lilie. Für die
Kübel speziell eignen sich die kleineren Sorten besser, beispielsweise Cordelia oder Mona Lisa.

Für den Kübel gelten auch einige Regeln, welche man auch wirklich einhalten sollte. Am aller wichtigsten ist ein Loch im Kübel, damit sich keine Staunässe ansammeln kann, denn Nässe verträgt die Zwiebel überhaupt nicht. Es ist auch empfohlen, wenn man eine Drainageschicht in den Topfboden legt, so wird verhindert, dass die Zwiebel nass liegt.
Der Clou an der ganzen Sache, Pflanzen in Kübeln müssen viel mehr gegossen werden als ihre Geschwister
auf dem Freiland. Ein jährliches Umtopfen sollte der Pflanze noch etwas mehr helfen.

Die Lilien überwintern

Lilienzwiebeln an sich sind normalweise winterhart. Allerdings können sie die Nässe partout nicht
ausstehen, gerade das was bei unseren mitteleuropäischen Wintern der Fall ist. Aus den Erfahrungen
heraus ist es genügend wenn man dem Boden eine ordentliche Schicht Reisig verpasst.

Vermehrung

Am leichtesten funktioniert eine Vermehrung über die Brutzwiebeln. Dabei trennt man die kleinen Zwiebeln von der großen ab, und pflanzt diese dann getrennt wieder ein. Als Alternative bietet sich auch die Aussaat an. Doch die Samen bringen nicht genau dieselben Pflanzen hervor. Es können vollkommen neue Arten entstehen, wenn die Pollen nicht von derselben Sorte abstammen.

Die Keimdauer beträgt ungefähr ein ganzes Jahr, meist ist es so, dass die Zwiebeln zuerst auswurzeln und danach sich erst an die Oberfläche trauen. Dennoch ist Geduld gefragt, bis zu einer Blüte kann es ganze
drei Jahre dauern.

Krankheiten und Schädlinge

Lilien haben ihren Reiz bei uns Menschen ausgelöst, bei Schädlingen aber auch. Pilze und Krankheitserreger machen hier auch nicht halt. Lilien muss man gut beobachten und kontrollieren. Je früher Schädlinge entdeckt werden desto besser lassen sie sich auch entfernen, bei Lilien breitet sich es jedoch sehr schnell aus.

Pilze

Die Lilie ist wohl die Pflanzenart die am häufigsten von Pilzen besidelt wird. Besonders gefährliche
gibt es dabei eigentlich nicht, aber jener der die Fusarium-Welke auslöst, ist die höchste Bedrohung.
Dieser Pilz höhlt die Lilie von der Zwiebel an, bis zum obersten Pflanzenteil komplett aus. Die Folge ist klar, die Lilie stirbt ab. Das schlimmste ist jedoch die Überlebensdauer des Pilzes. Er kann jahrelang im Boden verharren und damit auch weitere neue Pflanzen infizieren.

Es gibt auch die Pilze die nur den oberen, sichtbaren Teil einer Lilie angreifen. Die Pflanze wird dadurch auch zerstört, aber die Knolle bleibt vollkommen unversehrt. Der Vorteil, die Lilie kann in Ruhe nachwachsen und wird nicht wieder befallen.

Viren

Es gibt zahlreiche Virusarten die die Lilie als Wirt nutzen wollen, die zu nennen würde den Umfang des
Berichts zu sehr ausreizen. Dabei unterscheiden sich die meisten nicht mal so stark voneinander. So gut wie alle verursachen blass gescheckte, von den Blattnerven ausströmende Muster auf den Blättern. Manchmal treten auch Missbildungen auf. Verursacher des ganzen sind hauptsächlich Blattläuse.

Gegen diese Viren gibt es leider auch kein wirksames Heilmittel, die einzige Möglichkeit die sich bietet, ist die Entsorgung der betroffenen Pflanze, um so eine Ausbreitung zu verhindern. Wer sowas nicht gerne haben möchte, besorgt sich am besten die asiatischen Lilien, diese sind wesentlich resistenter gegen die Viren.

Lilienhähnchen

Etwa 7mm große, leuchtend rote Käfer, die die Lilie zu gerne als Futterpflanze nutzen. Besonders deren
Larven zerfressen die Lilie sehr schnell.

Lilienminierfliege

Sie legt ihre Eier in die neuen Knospen, diese verkümmern oft, oder fallen ab. Manchmal wird aus diesen
Blüten auch eine grobe Missgestalt.

Tipps zur Vorbeugung

Wer der Pflanze etwas Gutes tun möchte, der kann in das Gießwasser etwas Acker-Schachtelhalm-Tee
hinzufügen, so wird saugenden oder wurzelfressenden Insekten der Zugang zur Lilien erschwert.
Bereits erwachsende Lilienhähnchen werden von der Blüte ab gesammelt und die Larven mit Wasser
weggespült.

Danach wird die Lilien nochmals mit Acker-Schachtelhalm-Tee gespritzt, dass kann die Regeneration beschleunigen. Blattläuse sollten regelmäßig entfernt werden, mit Wasser oder einfach der Hand zerdrücken, das kann vor
Viren schützen. Manchmal muss man für die Läuse auch Chemie nutzen, aber das bitte nur als aller letzte
Möglichkeit ansehen, denn auch durch die Chemie selbst können die Pflanzen zu Schaden kommen.

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