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Orchideen

Orchideen

Früher waren Orchideen noch selten und teuer, da sie in den Regenwäldern gesammelt und per Schiff versandt werden mussten.

Dank moderner Zuchtverfahren ist dies heutzutage nicht mehr nötig und sie sind nicht nur erschwinglich geworden, sondern stehen auch in einer großen Vielzahl zur Verfügung. Problemlos gedeihen sie nun auch auf der Fensterbank, wenn man einige Besonderheiten bei der Pflege beachtet.

In ihrer Heimat wachsen Orchideen auf Bäumen, ernähren sich aber nicht von ihnen, sondern ziehen sämtliche Nährstoffe aus der Luft und dem Regenwasser. Sie sind also keine Schmarotzer sondern Epiphyten (Aufsitzer). Da sie zum Teil frei in der  Luft hängen verfaulen sie dann auch schnell, wenn sie mit Erde abgedeckt werden. Deshalb brauchen Orchideen bei uns auch ein spezielles Orchideensubstrat aus Rinde, Torf, Styropor und anderen Zusätzen, das zwar Wasser halten kann aber auch Luft durchlässig ist. Wenn man die Orchidee also umtopft, dies ist alle 2-3 Jahre notwendig, sollte man also spezielles Orchideensubstrat aus dem Fachhandel verwenden. Diese Substrate unterscheiden sich allerdings von der Qualität her, weshalb Sie darauf achten sollten, dass nicht zu viel Torf enthalten ist.

Fäulnis ist der größte Feind der Orchideen und führt innerhalb weniger Wochen zum Tod der Pflanzen. Leider ist dies auch die Todesursache Nr. 1 in unseren Wohnzimmern. Am besten ist es also wenn man die Pflanze zum Gießen oder Tauchen aus dem Übertopf nimmt, damit das überschüssige Wasser durch die Löcher im Topfboden wieder abfließen kann. Auch sind spezielle Orchideenübertöpfe, bei denen der Topf nicht direkt auf dem Boden des Übertopfes steht, eine gute Idee. Ein normaler Übertopf mit einer Schicht Blähton oder Kiesel verhindert aber genauso, dass sich keine Staunässe bilden kann.

Am geeignetsten für Orchideen ist Regenwasser. Da dies aber in der Stadt nicht leicht zu bekommen ist, sollte man das Wasser zuvor durch einen Filter gießen, der zur Herstellung von weichem Teewasser oder ähnlichem dient. Es gibt sie in jedem Kaufhaus. Für die robusten Orchideen-Hybride (Kreuzungen) reicht aber zumeist auch abgestandenes Leitungswasser. Egal welches Wasser Sie verwenden, es sollte nicht zu kalt sein und Zimmertemperatur haben. Achten Sie darauf, dass keine Wassertropfen auf der Pflanze zurückbleiben, da dies zu einem Befall mit Pilzen führen kann, der leicht an Flecken auf den Blättern zu erkennen ist.

Bedingt durch ihre Lebensweise, brauchen Orchideen auch nicht viel Dünger und diesen auch nur während der Wachstumsphase. Düngt man zu viel, versalzen sie und sterben ebenfalls ab. Während der Wachstumsphase, meist vom Frühling bis Herbst, sollte man alle 2-4 Wochen düngen und zwischendurch  mit klarem Wasser gießen um Salzreste wegzuspülen. Es gibt spezielle Dünger für Orchideen bei denen die angegebene Menge keinesfalls überschritten werden sollte. Meist reicht sogar die Hälfte der angegebenen Menge aus.

Heutzutage gibt es für fast jedes Fenster die geeignete Orchidee. Für die meisten Orchideen eignen sich Ost- und Westfenster, da hier die Sonne morgens oder abends, wenn sie nicht so stark scheint, direkt auf die Pflanzen fallen kann. Es gibt heutzutage aber durchaus auch Arten, die nicht so sonnenempfindlich sind und durchaus auch im Südfenster stehen können.

Im Hochsommer sollte man sie aber hinter einer anderen Pflanze verstecken, damit sie nicht so direkt die Mittagssonne abbekommen. Viele Orchideen gedeihen auch gut im Nordfenster, wenn dieses nicht gerade durch Bäume von außen abgedunkelt wird. Diese Orchideen dürfen keinesfalls in der direkten Mittagssonne stehen.

Egal für welches Fenster sich Ihre Orchidee eignet, im Winter sollte sie so stehen, dass die warme Heizungsluft nicht direkt an die Blätter strömt, da diese sonst leicht vertrocknen. Meist reicht es aber, die Orchideen dann direkt an die Scheibe zu rücken, um dies zu verhindern.

Die meisten  Orchideen machen im Laufe eines Jahres eine Ruhephase durch in der sie nicht blühen oder wachsen. Während der Ruhephase sollten sie noch weniger gegossen und überhaupt nicht gedüngt werden. Die Temperatur muss außerdem deutlich niedriger sein als während des Wachstums. Oft liegt diese Ruhephase im Winter. Hält man sie nicht ein, bleiben die Blüten aus und es werden im nächsten Jahr nur Blätter produziert.

Die Temperaturansprüche der Orchideen sind unterschiedlich und man teilt sie ein in warm, temperiert und kalt.

  • Kalt: Winter zwischen 8 °C und 15 °C, Sommer zwischen 12 °C und 18 °C
  • Temperiert: Winter zwischen 14 °C und 20 °C, Sommer zwischen 17 °C und 21 °C
  • Warm: Winter zwischen 20 °C und 25 °C, Sommer zwischen 20 °C und 28 °C

Kurzfristig überstehen Ihre Pflanzen aber auch höhere oder niedrigere Temperaturen. Welche Temperaturen für Ihre Orchideen ideal sind, erfahren Sie beim Züchter oder im Fachhandel.

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