Startseite » Rasenpflege » Wie Rasen säen ? Anleitung mit Zeitpunkt und Nachsaat Tipp

Wie Rasen säen ? Anleitung mit Zeitpunkt und Nachsaat Tipp

Wie Rasen säen ? Anleitung mit Zeitpunkt und Nachsaat Tipp

Wie Rasen säen – Eine Anleitung für den perfekten grünen Rasen

Der Winter, gerade wenn er seinen Namen alle Ehre macht, hinterlässt auch auf Ihren Rasen seine Spuren, welche im Frühjahr besonders erkennbar sind. Die Schäden sind in der Regel anhand von ausgedünnten und braunen Stellen in Ihrer Rasenfläche erkennbar. Aber auch ein mühevolles Vertikutieren sorgt für zusätzliche Strapazen bei Ihren geschwächten Rasen. Um den Rasen wieder als Blickfang genießen zu können, ist es ratsam eine Nachsaat von Rasensamen vorzunehmen. Um dabei auch erfolgreich zu sein, sollten Sie aber einiges zu beachten.

Zeitpunkt der Aussaat

In unseren Breitengraden eignen sich zwei Zeiträume im Jahr, in der eine Rasen-Nachsaat oder das Anlegen einer neuen Rasenfläche von Erfolg ist. Denn für ideale Wachstumsbedingungen ist zum einen ausreichende Feuchtigkeit von Nöten, zum anderen müssen durchgängige Temperaturen von 10-15 Grad gewährleistet sein.

Der Erste wäre im Frühjahr von März bis Mai, wo eine Nachsaat empfehlenswert ist. Durch steigende Temperaturen und mehr Sonnenschein erwachen die Pflanzen aus dem Winterschlaf und erfahren einen starken Wachstumsschub. Zudem sind die Temperaturen noch nicht so hoch wie im Sommer, sodass längere Trockenheit keine Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung Ihres Rasens hat. Dies ist gerade bei jungen Pflanzen sehr wichtig!

Als zweiter Zeitpunkt kommt der Herbst von Mitte September bis Mitte November in Betracht. Zu dieser Zeit sind die Temperaturen nicht mehr so hoch und mit Frostperioden ist eher noch nicht zu rechnen. In diesen Zeitabschnitt steht genügend Feuchtigkeit zur Verfügung und außerdem erfährt der Rasen ausreichend Ruhe, was gerade beim Anlegen einer neuen Rasenfläche sehr von Bedeutung ist.

Rasen neu säen – Was muss man beim Rasen säen beachten?

Bevor Sie eine neue Rasenfläche anlegen möchten, müssen Sie ein besonderes Augenmerk auf den Boden legen. Hier ist besonders wichtig, dass Ihr Boden reich an Nährstoffen ist. Denn somit schaffen Sie optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Neusaat.

Sehr gut hat sich hierbei ein Mutterboden, welcher zusätzlich mit Humus angereichert wurde, bewiesen. Nicht nur der Bodentyp ist entscheidend, auch die Menge muss bedacht werden. So sollte der aufgebrachte Mutterboden mindestens eine Stärke von ca. 20 cm haben. Sinnvoll ist es, diesen Boden vor dem Verteilen von größeren Bestandteilen wie kleinen Zweigen und Steinen mit einem Sieb zu befreien. Dadurch kommt es später bei Ihrer regelmäßigen Rasenpflege, wie das Rasen mähen, zu weniger unangenehmen Überraschungen.

Nachdem Sie mit dem Ausbringen des Bodens den Grundstein für Ihre neue Rasenfläche gelegt haben, ist es nun erforderlich den Boden zu verdichten. Dieser Vorgang lässt sich gut mit einer Rasenwalze umsetzen. Hiermit wird gewährleistet, dass Sie eine gleichmäßig ebene Fläche erhalten. Eventuelle Unebenheiten können Sie durch zusätzliches auffüllen beseitigen.

Jetzt ist das Verteilen des Saatgut’s, das mit einem Streuwagen oder einen Handstreuer gut von der Hand geht, an der Reihe. Danach sollten Sie die verteilten Grassamen mit einer Harke, unter leichter Druckanwendung, in den Mutterboden einharken. Dies hat zur Folge, dass die Samen nicht vom Wind verweht werden und gleichzeitig die Oberfläche leicht aufgelockert wird. Obendrein kommt es zu einer höheren Sauerstoffsättigung an der Bodenoberfläche, welche zugleich das Wachstum anregt.

Anschließend ist es erforderlich, dass Sie die Fläche bewässern!

Der optimale Zeitpunkt hierfür sind die Abendstunden. Denn zu dieser Zeit ist die Sonneneinstrahlung nicht mehr so intensiv, sodass man nicht Gefahr laufen muss, dass das Wasser gleich wieder verdunstet. Somit haben die Samen genügend Zeit das benötigte Wasser aufzunehmen. In der Anfangsphase brauchen die Samen regelmäßig Wasser um die Keimung zu fördern. Gerade während trockener Perioden ist die Bewässerung zwingend von Nöten.

Neben der Bewässerung ist es wichtig, dass Sie den neu angelegten Rasen eine Ruhephase geben, denn dadurch kann sich der Rasen optimal entwickeln.

Die Nachsaat – Rasen nachsäen

Gerade nach dem Winter kommt es durch Staunässe und Nährstoffmangel häufig auf Ihren Rasen zu braunen Stellen. Aber nicht nur der Winter kann ein Nachsäen erforderlich machen, auch nach dem Vertikutieren ist eine Nachsaat unumgänglich.

Bevor Sie Grassamen nachsäen, sollten sie die braunen oder ausgedünnten Stellen mit einer Harke auflockern und von Steinen und abgestorbenen Pflanzenresten befreien. Anschließend ist es empfehlenswert die Stellen mit etwas Dünger zu bestreuen.

Diese Nährstoffanreicherung fördert und beschleunigt den Nachwuchs!

Nach einer Einwirkzeit von ca. 1 bis 2 Wochen können Sie das Saatgut auf den entsprechenden Stellen verteilen. Hier gilt ebenso wie bei der Neusaat, dass Sie die Rasensamen mit einer Harke in den Boden einharken und ganz wichtig: danach wässern!

Auf diesen Stellen sollten Sie mit dem nächsten Rasenschnitt etwas länger warten, um der Nachsaat etwas Zeit zum keimen zu geben. Hier ist anzuraten, um die Stellen herum zu mähen, damit der gesunde Rasen keine utopischen Höhen erreicht. Sobald der Rasen auf den Stellen ausgekeimt ist und die jungen Graspflanzen ca. 10 cm an Höhe gewonnen haben können Sie anfangs vorsichtig auch die nachgesäten Bereiche mähen. Um den neuen Rasen nicht so stark zu strapazieren, sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht zu kurz mähen.

Ist Ihnen diese Variante zu aufwendig und zu zeitintensiv können Sie auf spezielle Rasenreparatur-Mischungen, welche im freien Handel erhältlich sind, zurückgreifen. Sie sind bereits vom Hersteller mit Nährstoffen angereichert und werden somit in einem Arbeitsgang auf die betroffenen Stellen aufgebracht und dann bewässert. Durch diese Methode lässt sich etwas Zeit einsparen. Allerdings sind diese Mischungen auch etwas kostenintensiver.

Hilfsmittel für das Säen

Damit eine Neusaat oder Nachsaat leichter von der Hand geht, sind durchaus einige Geräte hilfreich. Sie erleichtern nicht nur die Arbeit, Sie sparen darüber hinaus sogar noch Zeit.

Eine Gartenwalze lassen sich größere und auch kleinere Flächen innerhalb kurzer Zeit planieren und mit einem Streuwagen lässt sich nicht nur Dünger gleichmäßig verteilen, auch die Grassamen werden hiermit einheitlich verbreitet.

Pflegehinweise zum Erfolg

  • Um sich lange an Ihrer gut aussehenden Rasenfläche zu erfreuen, sollten Sie den Rasen im Frühjahr düngen.
  • Je nach Bedarf empfiehlt sich das Vertikutieren, mit dem Sie Moos und abgestorbene Grasbestandteile aus Ihren Rasen entfernen. Zusätzlich sorgen Sie für eine Belüftung des Rasens, wodurch der Sauerstoffanteil erhöht wird.
  • Ein weiterer wichtiger Pflegehinweis ist eine kontinuierliche Bewässerung Ihrer Rasenfläche. Durch regelmäßiges Mähen fördern Sie die Regeneration und somit das Wachstum.

Folglich sieht Ihr Rasen gesund aus und erstrahlt in einem satten Grün!

Wie Rasen säen ? Anleitung mit Zeitpunkt und Nachsaat Tipp
Bewerte jetzt

Ein Kommentar

  1. Damit die Rasenmischung gut anwachsen kann, sollte die Mutterbodendecke mindestens 15 Zentimeter dick sein. Außerdem sollte der Boden vor der Aussaat ein bis zwei Spatenstiche tief umgegraben worden sein. Wurzelreste, Steine, Unkräuter und ähnliches sollte vorher entfernt werden. Schweren lehmigen Boden kann man mit einem Kubikmeter Fluss-/Quarzsand pro 50 Quadratmeter auflockern. In sandige Böden arbeitet man pro Quadratmeter um die zehn Liter Rindenhumus ein. Eine Aufbereitung aller Böden mit etwa zehn Litern Rasenerde je Quadratmeter ist empfehlenswert. Wenn möglich, sollte nach dieser Vorbereitung der Boden erst noch etwa zwei Wochen ruhen.

Artikel kommentieren

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.Erforderliche Felder sind markiert *

*