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Häufige Schädlinge im Garten

Häufige Schädlinge im Garten

Typische Schädlinge im Garten

Für beinahe jeden Gartenbesitzer stellt sich immer wieder die Frage nach dem richtigen Umgang mit den vielfältigsten Schädlingen der Natur, die eine vermeintlich gute Ernte binnen weniger Tage durchaus noch vernichten können.

Unbestritten ist auf jeden Fall, dass Ameisen, Wühlmäuse, Blattläuse & Co. in der Natur durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, auf den Obst- und Gemüsebeeten und im Topf sind sie aber, wie der Name schon sagt, schädlich und müssen bekämpft werden.

Die häufigsten Schädlingsarten

Die Methoden dazu lassen sich ganz grob in drei Arten unterteilen. Der Hobby-Gärtner kann zwischen physikalischer, chemischer und biologischer Bekämpfung auswählen. Bei der erstgenannten Verfahrensweise kann allerdings kaum mit einer zufriedenstellenden Nachhaltigkeit gerechnet werden. Der Einsatz von chemischen Mitteln ist dagegen mit einer Vielzahl unerwünschter Nebenwirkungen verbunden, deren gesamtes Ausmaß sich noch viele Jahre später zeigen kann.

Darüber hinaus ist der Einsatz von Chemikalien bedenklich und teilweise unter Experten sehr umstritten, da sie teilweise in die Nahrungsmittelkette einfließen können. In der Erde sind ihre Rückstände nur sehr schwer abbaubar, sodass Bodenanalysen, auch noch nach vielen Jahren, ziemlich erschreckende Werte ihrer Konzentration liefern.

Vorsicht im Umgang

Wer absolut nicht auf die Verwendung chemischer Lösungsmittel verzichten kann oder will, sollte in jeden Fall die Herstellerangaben der Substanzen aufmerksam lesen und unbedingt einhalten. Oft handelt es sich bei den Mitteln um hochwirksame Konzentrate, die in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten gemischt werden müssen. Die Anwendung einer erhöhten Konzentration kann verheerende Folgen für die Pflanzen aber auch für die menschliche Gesundheit haben.

Verantwortung

Man muss kein eingefleischter Öko sein, um zu verstehen, dass die Menschen sich die Natur nur ausgeliehen haben, entsprechend sorgsam sollten wir mit ihr auch umgehen. Rund um Haus, Hof & Garten unterscheidet man zwischen vier Schädlingsarten, die auf recht verschiedene Art in unser Leben eingreifen können:

Übliche Schädlingsgruppen

– Die Lästlingewerden meist nur als unangenehm empfunden, wenn wir mit ihnen in Berührung kommen. Es ist selten, dass sie Schäden an Pflanzen anrichten.
– Die Gruppe der Hygieneschädlinge kann durch Bisse oder Stiche unangenehme Verletzungen beim Menschen verursachen und ist in der Lage, Krankheitserreger zwischen Menschen und Tieren zu übertragen.
– Vorratsschädlinge befallen ungeschützte Lebensmittelvorräte und wirken sich auch im Tierfutter sehr nachteilig aus.
– Bei den Materialschädlingen handelt es sich um aggressive Insekten, die unseren Pflanzen in jeder Vegetationsperiode sehr kräftig zusetzen können. Sie wirkungsvoll und über eine lange Zeit zu bekämpfen, stellt an die Gartenbesitzer ganz besonders hohe Anforderungen.

Überlebenskünstler der Natur

Bei allen vier Gattungen lässt sich feststellen, dass es ihnen in den letzten Jahren ausgezeichnet gelungen ist, sich in der Lebensweise den klimatischen Verhältnissen anzupassen. Sie selbst und auch ihre Brut sind in milden mitteleuropäischen Wintern die perfekten Überlebenskünstler.

Kleingärtner bekommen regelmäßig tiefe Stirn- bzw. Gesichtsfalten beim Gedanken an ihre Hartnäckigkeit. Viele Schädlingsarten lassen sich allerdings schon mit recht einfachen und praxisbewährten biologischen Mitteln sehr wirkungsvoll bekämpfen.

Schnecken

Die weitverbreiteten Schnecken lassen sich ganz einfach von Hand absammeln. Bewährt hat sich auch das Auslegen von angefeuchteten Tüchern, die eine enorme Anziehungskraft auf diese Schädlinge ausüben. Hiermit kann einer Schneckeninvasion wirksam entgegenwirken ohne gleich zum Schneckenkorn zu greifen. Auf Nummer sicher geht der Hobbygärtner mit dem Anlegen eines Schneckenzauns rund um das bedrohte Beet.

Blattläuse

Zu einer Art Massenplage haben sich die Blattläuse entwickelt, die sich an allem zu schaffen machen, was grün ist. Hier ist besonders zeitiges Eingreifen erforderlich, um die rasend schnelle Vermehrung der Schädlinge zu unterbinden. Im Anfangsstadion hilft sorgfältiges Abspritzen mit dem Gartenschlauch, bei größerem Befall sollte rechtzeitig ein im Regenwassertank selbst angesetzter Sud aus Brennnesseln oder Holunder angewendet werden.

Ameisen

Besonders bei feuchtwarmem Wetter, lassen es sich ganze Ameisenvölker in den Wurzeln der verschiedenen Kohlarten sowie bei Radieschen und Möhren richtig gut gehen. Auch Ameisen im Rasen können Barfussfreunden den Spass verderben. Hier können in Essig getränkte Tücher recht schnell Abhilfe schaffen und auch mit verstreutem Zimtpulver sorgt man für beträchtliche Irritationen bei den lästigen Krabblern.

Rüsselkäfer

Große Schäden auf Kartoffelfeldern und Gemüsebeeten, aber auch auf Blumen, werden von den Rüsselkäfern, einer besonders gierigen Spezies von Blattfressern angerichtet. Blattpflanzen werden von ihnen in sehr kurzer Zeit nahezu vollständig belagert und nicht nur massiv durchlöchert, sondern regelrecht kahl gefressen. Kohlensaurer Kalk mit Magnesium und einem Anteil von Spurenelementen, wie er im Gartencenter gehandelt wird, schafft hier schnelle Abhilfe, muss allerdings meist mehrmals angewandt werden.

Trend zur Umweltverträglichkeit

Wer aufmerksam die Angebote in den Gartencentern verfolgt, wird leicht feststellen, dass auch hier der Trend eindeutig zu den Pflanzenschutzmitteln auf natürlicher Basis geht. Mitunter sind sie den chemischen Keulen zwar noch in der Schnelligkeit ihrer Wirkung unterlegen, punkten aber mit hoher Umweltverträglichkeit bei sehr akzeptablen Erfolgen und großer Effizienz.

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Ein Kommentar

  1. MeridaoftheHighlands

    Ich würde noch Spinnenmilben und Raupen zu den häufigsten Tieren dazu zählen, die können genauso zum Ärgernis, wie Schnecken&Co, werden. Sie übertragen zwar keine Krankheiten oder sowas, aber oft sind sie nicht die „Nützlinge“ die wir gerne hätten.
    Zu den Blattläusen wollte ich noch sagen, die Blätter sollten besonders eingesprüht werden, auch von Unten. An den Blätter, bzw an den Blattachseln halten sich nämlich die meisten auf. Manchmal genügt es hier auch die Blätter abzusammeln, weil die manchmal nicht mehr zu retten sind. Es lohnt sich für die Pflanze mehr, denn dann kann sie ihre Kraft mehr in den Schutz investieren.

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